Die Rauhnächte – 12 Nächte als leise Vorschau auf das kommende Jahr


Eine ruhige Begleitung ohne Esoterik

Die Rauhnächte liegen zwischen dem alten und dem neuen Jahr.
Für mich sind sie kein Ritual-Marathon und kein Wunschkonzert,
sondern eine Zeit der Ausrichtung.

Jede der zwölf Nächte steht symbolisch für einen Monat des kommenden Jahres.
Nicht als Vorhersage, sondern als innerer Kompass.
Was sich in diesen Nächten zeigt, ist oft das,
was im jeweiligen Monat bewusst gelebt, geklärt oder ernst genommen werden möchte.


Wie ich mit den Rauhnächten arbeite

In jeder Nacht widme ich mich dem Monat, der vor mir liegt:
erste Nacht – Januar, zweite Nacht – Februar und so weiter.

Ich schreibe keine Ziele.
Ich sammle Gedanken, Wahrnehmungen, innere Hinweise.

Im darauffolgenden Jahr lese ich diese Notizen erneut
und halte fest:

  • Was habe ich umgesetzt?
  • Was habe ich bewusster gelebt?
  • Wo bin ich mir selbst treu geblieben?

Die Rauhnächte werden so zu einem stillen Dialog
zwischen dem Ich von heute und dem Ich von morgen.


Fragen als Vorschau auf die kommenden Monate


1. Nacht – 25./26. Dezember – Januar | Standort

Wo stehe ich gerade – jenseits von Rollen und Erwartungen?

Diese Nacht gibt dem Januar eine Grundrichtung.
Sie lädt dazu ein, das neue Jahr nicht im Außen zu beginnen,
sondern bei sich selbst.
Was hier klar wird, bildet das Fundament für alles Weitere.

  • Wo stehe ich gerade wirklich?
  • Was aus dem letzten Jahr darf gehen?
  • Beziehung zu Familie, Wurzeln, innerer Sicherheit


2. Nacht – 26./27. Dezember – Februar | Beziehungen

Welche Begegnungen tun mir gut – und welche kosten mich Kraft?

Der Februar steht für Verbindung.
Diese Frage schärft den Blick dafür,
welche Beziehungen im neuen Jahr genährt werden dürfen
– und wo Distanz heilsam ist.

  • Welche Menschen nähren mich – welche nicht?
  • Wo halte ich emotional fest?
  • Nähe, Abgrenzung, Mitgefühl


3. Nacht – 27./28. Dezember – März | Grenzen

Wo sage ich Ja, obwohl ich Nein meine?

Der März bringt Bewegung.
Diese Nacht macht sichtbar,
wo im kommenden Jahr Klarheit und Abgrenzung gefragt sind,
damit Energie nicht unnötig verloren geht.

  • Wo habe ich mich zurückgehalten?
  • Was möchte ich endlich wagen?
  • Umgang mit Ärger, Durchsetzung, Klarheit


4. Nacht – 28./29. Dezember – April | Lebendigkeit

Was nährt mich – nicht theoretisch, sondern tatsächlich?

Der April steht für Wachstum.
Diese Frage erinnert daran,
im neuen Jahr nicht nur zu funktionieren,
sondern auch Raum für Lebendigkeit zu lassen.

  • Was macht mich lebendig?
  • Wo darf ich spielerischer werden?
  • Liebe zu mir selbst


5. Nacht – 29./30. Dezember – Mai | Wahrheit & Ausdruck

Was halte ich zurück, obwohl es gesagt werden möchte?

Der Mai lädt zur Entfaltung ein.
Diese Nacht zeigt,
wo im kommenden Jahr ehrliche Worte, klare Kommunikation
und authentischer Ausdruck wichtig werden.

  • Spreche ich meine Wahrheit?
  • Wo schweige ich aus Angst?
  • Schreiben, Gespräche, ehrliche Worte


6. Nacht – 30./31. Dezember – Juni | Körper & Alltag

Wie gehe ich im Alltag mit mir selbst um?

Der Juni lenkt den Blick auf die tägliche Praxis.
Diese Frage begleitet durch das Jahr,
wenn es um Selbstfürsorge, Rhythmen und realistische Ansprüche geht.

  • Wie gehe ich mit meinem Körper um?
  • Was braucht mein Nervensystem?
  • Ordnung im Innen und Außen


7. Nacht – 31.Dez./01. Januar – Juli | Rückschau & Integration

Was habe ich im letzten Jahr über mich gelernt?

Zur Jahresmitte ist Innehalten entscheidend.
Diese Nacht verbindet Vergangenheit und Zukunft
und hilft, Erfahrungen nicht zu wiederholen,
sondern zu integrieren.

  • Was habe ich im letzten Jahr gelernt?
  • Dankbarkeit für Erfahrungen (auch die schwierigen)
  • Innere Bilanz statt Selbstkritik


8. Nacht – 01./02. Januar – August | Selbstwert

Wo mache ich mich kleiner, als ich bin?

Der August steht für Präsenz.
Diese Frage zeigt,
wo im neuen Jahr mehr Selbstachtung, Sichtbarkeit
und innere Größe gelebt werden dürfen.

  • Wo mache ich mich kleiner als ich bin?
  • Wo übernehme ich zu viel?
  • Gesunde Selbstachtung


9. Nacht – 02./03. Januar – September | Loslassen

Was darf ich nicht mehr mit ins neue Jahr nehmen?

Der September bringt Ordnung.
Diese Nacht lädt dazu ein, Ballast abzugeben,
damit Raum für Neues entstehen kann.

  • Welche alten Geschichten darf ich beenden?
  • Wem (auch mir selbst) darf ich vergeben?
  • Abschied von innerem Ballast


10. Nacht – 03./04. Januar – Oktober | Sinn & Wirken

Wofür lohnt es sich, meine Energie einzusetzen?

Der Oktober stellt die Sinnfrage.
Diese Nacht hilft, das kommende Jahr nicht nur zu füllen,
sondern bewusst auszurichten.

  • Wofür möchte ich meine Energie einsetzen?
  • Was fühlt sich sinnvoll an – nicht nur „machbar“?
  • Beitrag in der Welt


11. Nacht – 04./05. Januar – November | Vertrauen

Wo darf ich dem Leben ein Stück mehr vertrauen?

Der November konfrontiert mit Unsicherheit.
Diese Frage begleitet durch das Jahr,
wenn Kontrolle losgelassen
und Vertrauen eingeübt werden darf.

  • Höre ich auf meine innere Stimme?
  • Wo vertraue ich dem Leben (noch) nicht?
  • Zeichen, Träume, Stille


12. Nacht – 05./06. Januar – Dezember | Haltung

Welche innere Haltung soll mich durchs neue Jahr tragen?

Diese Nacht fasst alles zusammen.
Sie schenkt dem kommenden Jahr keine Vorsätze,
sondern eine innere Qualität,
die trägt – auch dann, wenn Pläne sich ändern.

  • Welche Qualität soll mein neues Jahr prägen?
  • Zusammenführung aller Erkenntnisse
  • Segen für das Kommende


Ein Jahr später

Im folgenden Jahr lese ich meine Notizen erneut.
Nicht, um zu prüfen,
sondern um zu verstehen:

Was habe ich aus den Rauhnächten mitgenommen?
Was habe ich bewusster gelebt?
Wo bin ich gewachsen – oft leiser, als erwartet?

So werden die Rauhnächte
keine einmalige Pause,
sondern Teil eines fortlaufenden inneren Weges.


Zum Schluss

Die Rauhnächte geben keine Antworten.
Sie stellen die richtigen Fragen – zur richtigen Zeit.

Und manchmal reicht genau das,
um ein Jahr bewusster zu leben.

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