Was würde Marte sagen?


– Wenn der innere Kompass stärker ist als der Zweifel

Manchmal gerate ich aus dem Gleichgewicht.
Der Wind kommt von der Seite, stärker als gedacht,
und plötzlich stimmt die Richtung nicht mehr.

Früher habe ich in solchen Momenten versucht, dagegen anzukämpfen.
Mehr Kraft.
Mehr Kontrolle.
Mehr Durchhalten.

Ich dachte, so muss man das machen.

Heute halte ich eher inne
und stelle mir eine andere Frage:
Was würde Marte sagen?

Nicht die Marte, die funktionieren will.
Nicht die Marte, die es allen recht machen möchte.
Nicht die Marte, die denkt, sie muss stark sein.

Sondern die Marte,
die am Meer sitzt,
den Möwen zuschaut
und spürt, ob sich etwas richtig anfühlt.



Der Flug verläuft selten gerade

Wenn ich auf mein Leben schaue,
war mein Weg nie eine gerade Linie.

Eher wie ein Flug über dem Meer.

Mal Rückenwind.
Mal Gegenwind.
Mal Seitenwind, der einen plötzlich aus der Richtung drückt.

Manchmal musste ich landen, obwohl ich weiterfliegen wollte.

Manchmal bin ich abgestürzt, obwohl ich dachte, ich hätte alles im Griff.

Und oft habe ich mich gefragt:

Warum passiert das schon wieder?

Heute glaube ich, dass es nicht darum geht, immer gerade zu fliegen.

Sondern darum, immer wieder neu anzusetzen.


Der Kritiker im Kopf

Lange hatte ich eine Stimme im Kopf,
die bei jedem neuen Versuch sofort da war.

„Das geht nicht.“
„Das macht man nicht.“
„Was sollen die anderen denken?“
„Du kannst das nicht.“

Manchmal kommt es mir heute vor,
als hätte sich dieser Kritiker irgendwo in meinem Kopf ein Nest gebaut.

Wie eine Möwe, die dort sitzt
und einen Gedanken nach dem anderen ausbrütet.

Zweifel.
Bedenken.
Was-wäre-wenn.

Und je mehr ich diesen Gedanken geglaubt habe,
desto schwerer wurde es, wieder abzuheben.


Der innere Kompass ist leiser

Irgendwann habe ich gemerkt,
dass es noch eine andere Stimme gibt.

Leiser.
Ruhiger.
Ohne Drama.

Sie sagt nicht:
Du musst.

Sie sagt eher:
Schau hin.
Spür nach.

Das fühlt sich richtig an.
Oder eben nicht.

Neulich gab es wieder so einen Moment.

Dieses „Vielleicht“.
Dieses „mal schauen“.
Dieses Gefühl, irgendwo dazwischen zu hängen.

Früher hätte ich gewartet.
Hätte Verständnis gehabt.
Hätte es mir erklärt.

Diesmal habe ich einfach innegehalten.

Nicht diskutiert.
Nicht analysiert.

Ich habe mich nur gefragt:
Was würde Marte sagen?

Und die Antwort war ruhig.
Klar.

Wenn sich etwas für mich nicht stimmig anfühlt,
dann ist es das auch nicht.

Nicht vielleicht.
Nicht irgendwann.
Sondern jetzt.

Der innere Kompass schreit nicht.
Er wartet, bis ich still werde.


Immer wieder neu ansetzen

Ich glaube heute nicht mehr,
dass ein Leben ohne Umwege möglich ist.

Der Wind wird immer wieder von der Seite kommen.

Man wird landen müssen.
Neu starten.
Sich neu ausrichten.

Aber vielleicht ist genau das der Flug.

Nicht gerade.
Nicht perfekt.
Aber echt.

Und vielleicht geht es gar nicht darum, nie zu fallen.

Sondern darum, immer wieder aufzustehen,
die Flügel zu schütteln,
zum Horizont zu schauen
und neu anzusetzen.

Ein Gedanke zum weiterfliegen

Wenn der Wind stark wird,
wenn der Zweifel laut wird,
wenn der alte Kritiker wieder sein Nest baut,

dann stelle ich mir heute nur noch eine Frage:

Was würde Marte sagen?

Und manchmal reicht genau das, um mich wieder in meine Richtung zu drehen.

Martes Gedanken – unterwegs zwischen Licht, Schatten und neuen Horizonten

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