Ich bleibe auf meiner Spur
Warum ich heute darauf vertraue, dass mein Weg der richtige für mich ist
Der Spurwechsel hat nicht allen gefallen
Als ich damals die Richtung änderte, war das nicht nur für mich ungewohnt.
Auch für andere.
Manche konnten es nicht verstehen.
Manche wollten es nicht verstehen.
Manche haben sich abgewendet.
Auch Menschen, die lange mit mir unterwegs waren.
Viele sind ausgestiegen.
Das tut weh.
Auch heute noch.
Was andere nicht gesehen haben
Wenn ich ehrlich bin, bin ich damals nicht einfach abgebogen.
Jedenfalls fühlte es sich für mich nicht so an.
Die roten Ampeln vorher.
Die Stoppschilder, die ich hochhielt.
Meine Worte.
Meine Bitten.
Mein langsamer werdendes Tempo.
Vieles davon schien nicht anzukommen.
Von außen sah es vielleicht aus, als hätte ich plötzlich die Richtung gewechselt. Für mich war dieser Moment das Ende einer langen Strecke.
Irgendwann ging es nicht mehr weiter wie bisher.
Also bog ich ab.
Ich richte meine Route nicht mehr nach anderen aus
Heute weiß ich:
Ich kann meinen Weg nicht danach ausrichten, wer mitkommt und wer aussteigt.
Jeder fährt sein eigenes Fahrzeug.
Seine eigene Strecke.
Und ich fahre meine.
Früher habe ich mich oft angepasst, um dazuzugehören. Habe versucht, es passend zu machen, damit wir gemeinsam weiterfahren konnten.
Heute bleibe ich bei meiner Richtung.
Und ich freue mich über jeden, der mich begleiten möchte.
Für eine kurze oder eine lange Strecke.
Beides ist willkommen.
Ein Platz bleibt frei
Wenn jemand ausgestiegen ist, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass sich unsere Wege nie wieder kreuzen.
In meinem Fahrzeug ist ein Platz frei.
Nicht aus Pflicht.
Nicht, weil jemand zurückkommen müsste.
Sondern weil ich offen dafür bin, was das Leben noch mit sich bringt.
Manche Wege trennen sich endgültig.
Andere führen irgendwann wieder zusammen.
Das muss ich heute nicht vorher wissen.
Mein Weg darf auch holprig sein
Der neue Weg war nicht leicht.
Es gab Unsicherheit.
Zweifel.
Momente, in denen ich mich fragte, ob ich mich verfahren hatte.
Manchmal war nicht zu erkennen, wie es weitergehen sollte.
Dann habe ich mich umgeschaut, überlegt und bin irgendwann weitergefahren.
Nicht immer wusste ich, ob die nächste Kurve mich meinem Ziel näherbringen würde.
Aber ich musste auch nicht jede Antwort sofort haben.
Heute weiß ich: Nicht jede holprige Strecke bedeutet, dass ich falsch abgebogen bin.
Manches wird erst unterwegs klar.
Ich würde wieder so entscheiden
Wenn ich zurückblicke, würde ich die Richtung wieder ändern.
Vielleicht früher.
Aber ich musste wohl so lange auf dieser Strecke fahren, bis ich bereit war, sie zu verlassen.
Heute kann ich das sehen, ohne mit mir darüber zu streiten, warum ich nicht schon früher abgebogen bin.
Ich bin damals losgefahren, als ich so weit war.
Und ich bin heute hier.
Ein Gedanke zum Weiterfliegen
Heute bleibe ich auf meiner Spur.
Ich fahre meinen Weg.
Nicht jede Straße ist perfekt.
Aber sie ist meine.
Ich sehe die anderen auf ihren Wegen und wünsche ihnen eine gute Reise.
Manchmal verlaufen unsere Strecken nebeneinander. Manchmal entfernen sie sich voneinander.
Und manchmal begegnen wir uns wieder.
Ich weiß nicht, was noch vor mir liegt.
Aber ich vertraue darauf, dass ich meinen Weg finde.
Nicht, weil alles leicht ist.
Sondern weil ich heute eher spüre, wenn etwas nicht mehr zu mir passt.
Und weil ich mir erlaube, danach zu handeln.
Ich muss nicht wissen, wer bis zum Ende mitfährt.
Ich muss nur wissen, in welche Richtung ich selbst weiterfahren möchte.
